Supergrid

Das Konzept des europäischen Supergrid wurde vor einem Jahrzehnt geboren und ist wie folgt definiert:

„Ein überwiegend auf Gleichstrom basierendes Elektrizitätssystem, bei dem in entlegenen Gebieten Strom in großem Maßstab erzeugt und dann an die Verbrauchszentren übertragen wird.“

Das Supergrid ist keine Erweiterung vorhandener oder geplanter HGÜ-Ausgleichleitungen in Punkt-zu-Punkt-Technik zwischen bestimmten Staaten der EU. Auch der Zusammenschluss dieser Systeme führt nicht zu dem Netzwerk, das zum Übertragen des auf See gewonnenen Stroms aus erneuerbarer Energie unserer nördlichen Meeresgebiete in die Lastschwerpunkte Mitteleuropas nötig ist.

Das Supergrid ist eine völlig neue Idee. Im Gegensatz zu Punkt-zu-Punkt-Verbindungen werden für das Supergrid so genannte „Supernodes“ erstellt, um die erneuerbare Energie zu sammeln, in das Netz zu integrieren und an die Märkte mit der besten Verfügbarkeit weiterzuleiten. Das Supergrid ist ein Mittel zum Handeln, mit dem die Versorgungssicherheit aller EU-Länder gesteigert wird.

Natürlich kann es viele Formen des Supergrid geben. Das Offshore-Supergrid basiert auf den Meeren im Nordwesten Europas. Eine andere Form ist das Solar-Supergrid im Mittelmeerraum. Diese Netze werden letztendlich verlinkt, um die gesamte EU mit Elektrizität zu versorgen.